
Neunzehn Stunden Kaiserstuhl
Start um 22:49 Uhr in Endingen, Ziel am nächsten Nachmittag wieder in Endingen. Dazwischen: 54 Kilometer, ein See voller Schwäne mitten in der Nacht und eine heiße Suppe am Schluss.
- Strecke
- 54 km
- Unterwegs
- 19 h
- Gelaufen
- 14 h
- Start und Ziel
- Endingen
Losgehen, wenn andere schlafen gehen
Kurz vor elf am Abend, mitten in Endingen. Der Plan ist einfach und gleichzeitig ziemlich groß: einmal rund um den Kaiserstuhl. Die ersten Stunden gehören der Stirnlampe und dem Geräusch der eigenen Schritte.
Ein See in der Nacht
Gegen halb fünf liegt ein See still im Dunkeln, darüber ein Himmel voller Sterne. Ein paar Minuten später, ein Stück weiter am Ufer: Licht auf dem Wasser – und darin eine ganze Gruppe Schwäne, die sich von nichts stören lässt.


Das erste Licht
Über den Laternen färbt sich der Himmel orange. Nach mehr als sieben Stunden Dunkelheit fühlt sich der Morgen an wie ein zweiter Start.

Sonne über den Feldern
Dann steht sie da, knapp über dem Horizont. Das Gras am Wegrand leuchtet, der Weg wird zum ersten Mal an diesem Tag warm.

Eine Bank zur richtigen Zeit
Ein alter Baum, darunter eine Bank. Auf so einer Strecke sind Pausen kein Luxus, sondern Teil des Plans.

Ein Stein von früher
Mitten im Laub steht ein alter Grenzstein, die eingemeißelte Jahreszahl halb verwittert. Wer hier wohl schon alles vorbeigelaufen ist?

Der Blick, für den man den Kaiserstuhl liebt
Weinbergterrassen, eine kleine Kirche unten im Tal und dahinter, bis an den Horizont, die Vogesen. Genau für diesen Blick lohnt sich jeder Höhenmeter. Und dann noch die Treppe hinauf auf den Aussichtsturm.
Stille
Am Nachmittag eine Kapelle, kühl und hell. Ein paar Minuten sitzen, durchatmen, danken – und dann weiter.

Zurück in Endingen
Neunzehn Stunden nach dem Start: wieder in Endingen. 54 Kilometer, vierzehn Stunden davon gelaufen. Und dann eine heiße Suppe und ein voller Teller.


Die Route
Höhenprofil↑ 786 m · ↓ 773 m · 175–549 m