
Eine Nacht über dem Rheintal
Nebel am Fels, Schnee im Mai und ein Sonnenuntergang über einem Meer aus Wolken. Am nächsten Morgen war alles verschwunden.
Am Grat
Der Weg führt an einer Felswand entlang. Auf der einen Seite geht es steil nach unten, auf der anderen klebt der Nebel am Gestein. Jeder Schritt ist ein bewusster Schritt.

Wolken unter den Füßen
Eine Stunde später reißt es auf. Unten im Rheintal liegen die Wolken wie Watte, darüber tauchen die ersten Gipfel auf.
Schnee im Mai
Mitte Mai – und auf den Gipfeln gegenüber liegt frischer Schnee. Die Wiese unter den Schuhen ist schon grün, die Berge noch im Winter.

Die Tafel am Wegrand
An einem Felsblock hängt eine kleine Messingtafel. Sie erinnert an einen Wildschütz aus Triesenberg, der hier am 14. Oktober 1874 erschossen wurde. Ein ruhiger Ort mit einer Geschichte, die man ihm nicht ansieht.
Arme auf
Kurz vor acht steht die Sonne tief über dem Wolkenmeer. Es gibt Momente, in denen man einfach die Arme ausbreiten muss.


Goldene Stunde
Golden auf den Wolken, kalt in den Fingern. Die letzten Minuten Licht, bevor es Nacht wird.
Alles weg
Am nächsten Morgen: kein Tal, keine Gipfel, nur Nebel zwischen den Tannen. Zwei Tage am selben Ort, zwei völlig verschiedene Welten.
Die Route
Höhenprofil↑ 452 m · ↓ 143 m · 1.499–1.809 m